ARCHIV 2007

 
Zitherstammtisch 2007 / Absam

Workshop mit Martin Mallaun 2007 / Innsbruck

Zwischen Steinen – Zither in Concert, Martin Mallaun 2007 / Innsbruck

Zitherworkshop im Bregenzerwald 2007 / Egg, Lingenau

A – Z Konzert 2007 / Altes bis Zeitgenössisches mit Zither und Akkordeon

Zither im Zoom - TirolTour 2007 / Nord- Ost- und Südtirol

Zither - Wettbewerbe 2007 / Ergebnisse

VAMÖ-Pfingstseminar 2007 / Schloss Zeillern, Niederösterreich

Matura-Seminararbeit »Junge Zitherszene in Nord- Ost- und Südtirol« 2007 / von Sophie Engele

Zitherseminar »Blues, Jazz, Evergreen und Pop im Unterricht« 2007 / Strobl

Infotag mit Hans Grandl und Klemens Kleitsch 2007 / Salzburg

Schlosskonzert mit Hans Schöpf - 2007 / Dresden

Silvester Still Feiern - mit Zithermusik - 2007 / Hall


Zitherstammtisch 2007

Stammtisch Bild

Der allmonatliche Zitherstammtisch hat eine neue Bleibe gefunden und findet an einem anderen Tag als bisher statt!!

Also: Ab 2007 trifft man sich im Stüberl des Gasthof Bogner (Absam, Walb-Schindl-Str. 21) ab 19.30 jeden zweiten Donnerstag im Monat,
Sommerpause Juli/August.


Workshop mit Martin Mallaun – Innsbruck 2007

Bild Plenum

Am Vormittag des 27.Jänner 2007 lud Martin Mallaun zum Workshop mit speziellem Augenmerk auf Alte und Neue Musik ein.

Besonders interessant gestaltete er seinen Vortrag zu seiner Herangehensweise an Werke der Alten Musik. Auch für die jüngsten Teilnehmer wurde die oft so trockene Materie plötzlich sehr lebendig und spannend. Martin, der sich in einige fachliterarische Werke eingelesen hat, erklärte sehr verständlich an Hand von Notenbeispielen z.B.: wie erkenne ich ein Thema, was macht der Komponist mit dem Thema, Variationen, Koloration...; wie ist das Werk strukturiert, was kann ich als Zitherspieler aus der Lautentabulatur herauslesen und umsetzen, welche historischen Quellen stehen zur Verfügung und was bringt deren Lektüre usw.

Besonders lebendig wurde der Vortrag durch das Umsetzen der vorangegangen Theorie in die Praxis, also das Spiel auf der Zither.

Danach durften sich die einzelnen Teilnehmer Tipps und Tricks von Martin abholen. Er ging sehr persönlich auf jede Person und deren vorbereitete Stücke ein und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb - konnten die inzwischen passiven - jedoch aktiv zuhörenden - Teilnehmer auch für sich etwas mitnehmen. Dadurch verging dieser verschneite Vormittag wie im Fluge und alle Anwesenden konnten sich auf das bevorstehende Konzert von Martin am Abend freuen.   (Sabine Laimböck, 2007)

Ausschreibung WorkshopMallaun
Fotos WorkshopMallaun


Zwischen Steinen – Zither in Concert 2007

Bild Martin Mallaun Martin Mallaun

Es gibt Konzerte, die genießt man/frau, nützt sie für soziale Interaktionen, Geschäftliches, als Begegnung; freut sich vielleicht schon auf den gefälligen zweiten Teil nach der Pause oder auf das Getränk in illusterer Runde danach; ist großzügig mit Lob und Kritik; geht raus und sagt kurz: „Schön war’s“, und erinnert sich schon kaum noch an Gehörtes oder an Bilder, Gefühle, welche die Musik erstehen ließ. Dann gibt es die anderen, die scheinbar gleich wie vorher enden, dann aber wacht man/frau Tage später morgens auf und hat plötzlich wieder das Konzert im Kopf und in den Gliedern. Und im Laufe der Zeit immer wieder: Während dem Zähneputzen, Schuhe anziehen, dem Biss ins Schnitzel etc.

Martin Mallauns Zither Solo Konzert vom 27. Jänner 2007 im Haus der Begegnung reiht sich letzterer Kategorie ein: Eine erlesene Schar erlebte das scheinbar so intime Saiteninstrument überraschenderweise optisch und akustisch vielfältigst in Szene gesetzt. Die schlichte Inszenierung (einmal Tisch mit variablen Meinel-Zithern, daneben schräge Fix-Zither von Clemens Kleitsch und der Protagonist wechselweise hier und dort) stellt das seltene Klangerlebnis Zither solo beeindruckend in den Mittelpunkt. Zudem erweist sich der große Saal als ideale Bühne, Musik und aufmerksam Zuhörende heimelig und großzügig zugleich zu beherbergen. Knappe und humorvolle Aus- und Einführungen unterstreichen Martin Mallauns Vielseitigkeit und Können: Da wechselt Altes mit Neuem, sehr konstruierte, mechanische mit subjektiv-emotionaler Musik. Manches bleibt zeitlos, überwindet Hörerfahrungen und –Erwartungen, ja eröffnet darüber hinaus Neues, Ungeahntes: Das Spektrum von scheinbar möglichen Dynamiken und Klangfarben wird gesprengt.

Im Finale am Schluss, in einem Stück von Robert Zollitsch (Werk-Anlass Martin Mallauns Zitherspiel und eine CD-Produktion, die posthum einen Pasticcio-Preis im Herbst 2006 errang) wurde es so dicht und laut, dass diejenigen im Publikum, welche den bis dahin sechzigminütigen Klängen mehrheitlich mit geschlossenen Augen lauschten, sich mit mehreren Blicken vergewissern mussten, ob das nun wirklich immer noch besagter Zeit-Reisender an der Zither sei. Zwischen Steinen kann allerhand aufblühen und Vermeintliches, scheinbar Immer-Da-Gewesenes kann ganz neu und wundersam erscheinen. (Brigitte Hochrainer, 2007)

KonzertProgramm 1
KonzertProgramm 2

Webtipp: http://www.martinmallaun.com


Zitherworkshop im Bregenzerwald 2007

Bild Zitherlehrerin und Initiatorin Luzia Richter und Anita Frühwirth, Obfrau vom Vorarlberger Volksliedwerk

Seit Februar 2006 nehme ich regelmäßig Zitherunterricht bei Luzia Richter. Obwohl ich bereits Klavier spiele, war das Erlernen eines neuen Instruments eine große Herausforderung. Ich habe aber genug Ehrgeiz »richtig« spielen zu wollen und es macht mir mittlerweile großen Spaß.

Da nahm ich natürlich die Möglichkeit wahr, am 1. Zitherworkshop hier in Vorarlberg teilzunehmen und auch das angebotene Rahmenprogramm fand ich sehr interessant. Es stellten 3 Zitherfirmen aus, die Firma Wünsche bot auch kleine Reparaturen an - und so konnte ich meine vor 2 Jahren neu gekaufte Zither auf ihren Zustand hin überprüfen lassen. Ein bisschen schmökerte ich auch in den aufgelegten Noten, aber hier verlasse ich mich lieber auf die Notenauswahl meiner Lehrerin, die meine technischen Fähigkeiten besser einschätzen kann.

Wunderbar fand ich beide Konzerte, die ich gemeinsam mit meiner Familie besuchte.

Am 1. Abend spielte das Ensemble Psalteria und wir hörten Musik von »alt« bis Jazz, der mich faszinierte, schade, dass es davon noch keine CD zukaufen gibt.

Der 2. Abend, ein Volksmusikabend, begeisterte uns genauso. Dazu kam noch die unterhaltende Moderation von Wilfried Scharf - wir haben uns richtig amüsiert. Wilfried Scharf und Wolfgang Schipflinger spielten solistisch auf der Zither, dazu kamen 4 Volksmusikgruppen. Ein bisschen neidisch bewunderte ich die Fingerfertigkeit der Solisten.

Und nun noch zu meinen eigenen Fortschritten - am Samstag um 9 Uhr begann unser »Gruppenunterricht« - wir, das waren 3 Frauen und 7 Kinder, die gemeinsam bei Isolde Jordan lernten. Wir hatten die Unterlagen ein paar Tage davor erhalten und jeder hatte nach seinem persönlichen Ehrgeiz bereits ein bisschen geübt. So klappte auch gleich der erste Versuch, alle Zithern gemeinsam erklingen zu lassen, wir steigerten uns sofort zu zweistimmigem Spiel. Manchmal vielleicht nicht ganz gleichzeitig und vor allem nicht immer takthaltend - so klangen unsere 10 Zithern gemeinsam doch ganz toll. Lustig fand ich das Stück »Zithergewitter« (Name wurde von unserer Gruppe erfunden) bei dem es nicht darum ging, Saiten und Töne zu spielen, sondern der Zither wurden ganz neue, eigenartige Klänge entlockt, indem man z.B. mit dem Fingernagel über die Freisaiten strich.

In den Pausen konnte ich mir von Isolde gute Tipps für meine eigenen Spielmöglichkeiten holen und Anregungen für das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten. Am späten Nachmittag präsentierten wir 3 erlernte Stücke den anderen Teilnehmern und wir schafften es - glaube ich, ganz gut.

Ich fand es einen gut gelungenen Workshop mit einer ausgezeichneten Mischung an Angeboten und einer tollen Organisation und würde mich wirklich freuen, wenn es in einiger Zeit wieder ein Projekt dieser Art in Vorarlberg gibt. (Christine Gabl)

Bild Workshop

Zitherworkshop: 2./3. März 2007, Lingenau (Hauptschule), Egg (Gasthaus Löwen)

Idee, Organisation: Luzia Richter, Zitherlehrerin im Bregenzerwald, in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Volksliedwerk, Obfrau Anita Frühwirth
Teilnehmerzahl Workshop: 69
Lehrer am Workshop: Daniel Herrmann, Isolde Jordan, Gernot Niederfriniger, Harald Oberlechner, Jan Röhlig , Wilfried Scharf, Wolfgang Schipflinger

Aussteller: Zitherbau Hermann, Zitherbau Mürnseer, Zitherbau Wünsche, Verlag Rätikon, Psalteria Verlag, Frogsound Edition

Veranstaltungen:
Konzert Trio Psalteria Innsbruck, Podium (mit Zitherschülern aus Vorarlberg), Teilnehmervorspiel, Volksmusikabend (Wilfried Scharf und Wolfgang Schipflinger, Zither solo, Trio Psalteria und Volksmusikensembles aus Vorarlberg)


A – Z Konzert 2007
Alte Musik bis Zeitgenössisches mit Akkordeon und Zither

Bild Wolfgang Schipflinger, Zither und
Alexandra Hirsch, Akkordeon

Mittwoch, 14. März, 19.30 Uhr, Innsbruck, Tiroler Landeskonservatorium

Akkordeon und Zither - diese beiden Instrumente stehen nicht nur am Rande des Alphabets, sie nehmen auch im Konzertleben eine Randposition ein. Dabei ist es für junge Zitherspieler und Akkordeonisten ganz alltäglich, Bach zu spielen und ihren Instrumenten moderne Klänge zu entlocken - und für das Publikum eine nicht alltägliche Chance, bekannte Klänge in neuem Gewand und experimentelle Sounds zu erleben. Und damit es nicht allzu überraschend wird, darf ein bisschen akkordeontypische und zithergeläufige Musik nicht fehlen.

Mitwirkende:

Akkordeon:
Peter Bombardelli, Stefan Friedl , Alexandra Hirsch, Ferdinand Holzmann, Denaj Krilic, Martin Schlumberger (Klasse Harald Pröckl)

Zither:
Mario Baldauf, Christine Daringer, Angelika Klingler, Sabine Laimböck, Wolfgang Schipflinger (Klasse Harald Oberlechner)

55er-Partie:
Susanne Bachler, Mario Baldauf, Angelika Klingler (Klasse Harald Oberlechner)
Sophie Engele, Priska Wahrstätter (Klasse Isolde Jordan)
Ines Egger, Julia Egger, Florian Innerebner (Musikschule Hall, Klasse Johanna Buchegger)

A - Z Programm (PDF-Dokument)
A-Z Fotos (von Franz-Josef Müller, Tiroler Landeskonservatorium)

Eine Veranstaltung des Tiroler Landeskonservatoriums http://www.tirol.gv.at/konservatorium

Eintritt frei


Zither im Zoom - TirolTour 2007
ein gemeinsames Projekt von Tiroler Zither-Schülern, -Studenten und -Lehrern

Bild 55er Partie 07 55er Partie 07

Die Idee wurde bei einer Vorstandssitzung des Vereins zither.tirol aufs Tapet gebracht: Eine Konzertreihe rund um das bereits bestehende (2006 gegründete) junge Ensemble 55er Partie zu organisieren, eine Tirol-Tournee, bei der - je nach den örtlichen Gegebenheiten - Zitherlehrer und Zitherschüler vor Ort mitwirken. Auf dass es ein bisschen Wind gibt um unser Instrument und damit ganz junge Zitherschüler auch einmal etwas ältere (also jugendliche) Zitherspieler erleben können und umgekehrt.

Das Konzept ist voll aufgegangen: Mit großem Engagement aller Beteiligten, also der 55er Partie (Konservatoriumsschüler und Musikschüler unter der Leitung von Harald Oberlechner) und den Mit-Organisatoren (Zither- bzw. Musikschullehrern) sind sieben Konzerte mit sehr abwechslungsreichen Programmen zustande gekommen, mit gutem Presseecho und veritablem Publikumsbesuch.

Neben dem Ensemble 55er Partie, dessen Mitglieder solistisch, im Trio, im Quartett und zu zehnt spielten, und den Musikschülern vor Ort, wirkten fast bei jedem Konzert auch noch »special guests« mit. So beispielsweise die Zitherzwillinge Julia und Ines (sie konnten heuer zum wiederholten Male beim Wettbewerb Prima la musica überzeugen), das Duo Mirage (Wolfgang Schipflinger und Max Hechenblaikner sind als Zither/Gitarre-Duo eine Klasse für sich), das Ensemble Psalteria Innsbruck (mit Barbara Aichner/Violine, Isolde Jordan/Zither, Blockflöte und Harald Oberlechner), das Zitherduo Laimböck/Baldauf und Sabine Laimböck als Solistin (sie schließt nächstes Jahr ihr Zitherstudium am Tiroler Landeskonservatorium ab).

Ein paar Eindrücke, an die wir uns als Mitveranstalter gerne erinnern: Die tolle Idee in Lienz/Osttirol, das Projekt als Anlass zu nehmen, einen Tag der Zither zu organisieren (mit Gruppen- und Orchestermusizieren nahezu aller Osttiroler Zitherschüler); die enorme Gastfreundschaft und Unterstützung einiger Musikschulleiter (z.B. in Wattens und Brixen im Thale); das frische, stark motivierte Musizieren der jungen und jüngsten Südtiroler; die Rekordteilnehmerzahl, nämlich 28, in Brixen im Thale; das noble Ambiente der Musikschulen Reutte und Landeck und nicht zuletzt die Statements zweier mitwirkender Musikschüler aus dem Wipptal:

Werner (63 Jahre):
»Interessant war alles; überrascht hat mich die experimentelle Musik (G. Schneider). Besonders gut gefallen hat mir das Stück von Edi Giuliani.«

Anna (9 Jahre):
»Toll, so viele Zitherspieler auf einmal - und sie haben nicht alle das Gleiche gespielt: man hat gut die verschiedenen Stimmen gehört.«

Fortsetzung folgt bestimmt.
(Isolde Jordan und Harald Oberlechner, 2007)

Zither im Zoom - TirolTour 1 - Stationen

Bild

Samstag, 24. Februar 2007
19.30 Uhr, Lienz, Schubertsaal

Tag der Zither
Konzertprogramm (PDF-Dokument)
Fotos Konzert

 

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Freitag, 16. März 2007
20.00 Uhr, Wattens Musikschule

Konzertprogramm (PDF-Dokument)
Fotos Konzert

 

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Sonntag, 18. März 2007
11.00 Uhr, Feldthurns/Südtirol, Hotel Unterwirt

Konzertprogramm (PDF-Dokument)
Fotos Konzert

 

Bild Anna

Freitag, 23. März 2007
Matrei/Brenner, Pfarr- und Jugendzentrum

Konzertprogramm (PDF-Dokument)
Zeitungsbericht
Fotos Konzert

 

Bild Zuzweit

Samstag, 24. März 2007
19.30 Uhr, Brixen im Thale, Pfarrsaal

Konzertprogramm (PDF-Dokument)
Zeitungsbericht
Fotos Konzert

 

Bild Duo Mirage

Freitag, 13. April 2007
18.30 Uhr, Reutte, Musikschule

Konzertprogramm (PDF-Dokument)
Fotos Konzert
Zeitungsankündigung
Zeitungsbericht

 

Bild Verena Schranz

Samstag, 14. April 2007
19.30 Uhr, Landeck, Musikschule

Konzertprogramm (PDF-Dokument)
Fotos Konzert


Zither - Wettbewerbe 2007

Bild Sarah, Eliane und Felix aus Südtirol

Prima la musica Landeswettbewerb Tirol

1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb
Stark besaitet / Nordtirol
Theresa Wopfner - Zither (Johanna Buchegger)
Johanna Grünfelder – Hackbrett (Alexandra Woitsch)

Ines und Julia / Nordtirol
Ines Egger und Julia Egger – Zither (Johanna Buchegger)

1. Preis
Sarah - Felix - Eliane / Südtirol
Sarah Frener und Eliane Thomaser - Zither (Reinhilde Gamper)
Felix Oberhuber - Gitarre (Eduard Oberhauser)

nähere Infos: auf www.zither-tirol.at unter »Wettbewerbe«
und unter http://www.musikschulwerk.at/tirol


VAMÖ-Pfingstseminar 2007

Bild

Rekordbeteiligung, darunter viele Jugendliche, und Mitwirkung zweier Zitherlehrkräfte aus Tirol (Harald Oberlechner und Wolfgang Schipflinger, letzterer kurzfristig eingesprungen) beim traditionell zu Pfingsten stattfindenden Seminar in Zeillern:

Seminarausschreibung (PDF-Dokument)
FotosZeillern

Bericht von Christina Maurer (Salzburger Musikstudentin)

Am Freitag, dem 25. Mai 2007 trafen alle Teilnehmer des 29. Zitherseminars im Laufe des Nachmittags im Schloss-Hotel Zeillern ein. Wir wurden in unsere Zimmer einquartiert, freuten uns, bekannte Gesichter wieder zu sehen und waren gespannt auf eine lehrreiche und lustige Woche. Den offiziellen Beginn machte Ilse Bauer-Zwonar. Sie hielt eine kurze Begrüßungsrede, darauf folgten die Vorstellungsrunde der Dozenten - für Zither, Hackbrett, Gitarre, Blockflöte, Steirische Harmonika - und der Programmablauf für die kommenden Tage. Danach fanden sich alle Teilnehmer bei ihren Lehrern ein, um die zeitliche Einteilung der Einzelunterrichtsstunden und des Ensemblespiels festzulegen.

Anschließend wurde für alle Teilnehmer - als Einstimmung und zum gegenseitigen Kennenlernen - der Workshop »Bodypercussion« angeboten. Danach freuten wir uns auf das Abendessen. Wir wurden jeden Tag mit einem Salatbuffet, Vorspeise, Hauptspeisenbuffet (3-4 verschiedene Gerichte) und Nachspeise versorgt. Die Küche war wirklich hervorragend und es war für jeden immer etwas dabei.

Wer Lust und Laune hatte, konnte noch beim Chorsingen mit Freddy Golden seine Stimme schulen, und nach Daniel Herrmanns Vortrag »Musik und Sprache« waren alle schon sehr gespannt auf die kommenden Tage.

Nach einem stärkenden Frühstück, strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel, stand unserem ersten Seminartag nichts mehr im Wege. Um 08.30 Uhr begann der Einzelunterricht. Es wurden auch verschiedene Workshops, die auf den ganzen Tag zeitlich verteilt waren, angeboten. Workshop A: »Body- und Alternativpercussion« bei Werner Raubek, Workshop B: »Arrangieren, wie macht man das?« bei Freddy Golden, Workshop C: »Orchesterspiel« bei Freddy Golden, Workshop D: »Volksmusik« bei Silvia Reith–Höfer und Christian Krenslehner, Workshop E: »Orchesterspiel« bei Harald Oberlechner. Die Workshops wurden von den Teilnehmern gut angenommen und alle waren sehr interessiert und engagiert bei der Sache. Auch Chorsingen und Volkstanzen wurden angeboten.

Natürlich gab es täglich ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Am Samstag gaben die Dozenten bei einem Vorspielabend ihr Können zum Besten. Es war wirklich ein Genuss und eine Freude, ihnen zuzuhören. Am Sonntag war Volksmusikabend. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt, Solo– sowie Gruppendarbietungen, alles wurde geboten. Am Montag war bunter Abend mit Freddy Golden. Die Bodypercussion - Gruppen gaben eine tolle Vorstellung. Klavier-, Vokal-, Gitarren-, Zither-, Harmonika- sowie Chor- und Orchesterstücke wurden vorgetragen, viele lustige Geschichten erzählt und viel gelacht.

Natürlich war nach dem offiziellen Abendprogramm noch lange nicht an Bettruhe zu denken. Die einen saßen gemütlich im Garten bei einem Glas Rotwein, die anderen fanden sich zusammen, um zu musizieren und vor allem die Jugend traf sich bei der Kegelbahn im Keller. Die Nächte wurden im Laufe der Woche immer kürzer und auch die Tage vergingen wie im Flug. Auf den Instrumenten wurde fleißig geübt, man ging motiviert in die Unterrichtsstunden, um viel Neues zu lernen, und jeder war mit Begeisterung bei seinen Workshops.

Somit rückte der letzte Tag immer näher. Am Dienstagvormittag gab es noch ein großes Vorspielkonzert aller Teilnehmer in verschiedenen Besetzungen. Zum gemütlichen Ausklang wurde noch zusammen zu Mittag gegessen. Es waren fünf sehr lehrreiche Tage mit hervorragenden Referenten und einem tollen, abwechslungsreichen Programm. Viele Freundschaften wurden geschlossen und alle freuen sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Zeillern.    (christina maurer)


Matura-Seminararbeit »Junge Zitherszene in Nord- Ost- und Südtirol« 2007

Folgendes pdf Dokument ist Sophie Engeles – sie ist Zitherstudentin am Tiroler Landeskonservatorium – komplette Matura-Seminararbeit. Mittels Fragebögen hat sie verschiedene Aspekte der derzeitigen Zither-Situation in Tirol eruiert, eine statistische Auswertung also, die Einblick ins Tiroler Zithergeschehen bietet: wer wo wie was wieso Zither spielt und vor allem wie viele unterrichten und unterrichtet werden...

SeminararbeitEngele (PDF-Dokument / ca. 10,5 MB!)


Zitherseminar »Blues, Jazz, Evergreen und Pop im Unterricht«

Bild

Bei strahlendem Herbstwetter traf man sich zum alljährlich im Herbst stattfindenden Zitherseminar von 28.-30. September 2007 in Strobl am Wolfgangsee. Die außerordentlich hohe Teilnehmerzahl (42) machte es für den Organisator des Seminars, Alois Sageder, notwendig, kurzfristig einen weiteren Lehrer zu engagieren. So war neben Harald Oberlechner Eduard Giuliani bereit, zum Thema »Blues, Jazz, Evergreen und Pop im Unterricht« Zitherlehrern und anderen interessierten Spielern Literaturtipps und Hilfen zum Arrangieren zu bieten und rhythmisch Gefinkeltes, harmonisch Interessantes, zum Improvisieren Einladendes und melodisch Eingängiges einzustudieren. Schön, wenn sich Zitherlehrer vermehrt auf diesem Terrain wohl fühlen und ihr »Feeling« an ihre Schüler unmittelbar weitergeben...

FotosStrobl


Infotag mit Hans Grandl und Klemens Kleitsch

Am Freitag, 12. Oktober 2007, kamen Hans Grandl und Klemens Kleitsch nach Salzburg, um ihre jüngsten Erzeugnisse vorzustellen.

Hans Grandl hat in Zusammenarbeit mit Georg Glasl das Thema Zithertisch neu durchdacht, Klemens Kleitsch baut – ebenfalls auf Anregung Glasls - neu konstruierte Zithern. Daneben beschäftigen sich beide auch mit dem Hackbrett.

Es war ein Infotag vor allem für Zitherspieler und -lehrer, aber auch Hackbrettisten nützten die Gelegenheit zum Ausprobieren der neuen Instrumente und Tische.

Freitag, 12. Oktober 2007
ab 10.00 Uhr
Salzburg, Mozarteum, Mirabellplatz 1
Infotag
Zithern und Hackbretter von Klemens Kleitsch/Kiefersfelden
Tische und Ständer von Hans Grandl/Mühldorf a. Inn

Nächster Ausstellungstermin: Festival Zither 7 in München - www.zither7.de


Schlosskonzert mit Hans Schöpf

Der Tiroler Zithersolist Hans Schöpf ist schon mehrmals bei den Schlosskonzerten in Reinhardtsgrimma bei Dresden erfolgreich aufgetreten. Am 15. Dezember 2007 fand hier ein besonderes Konzert mit der ungewöhnlichen Besetzung Zither und Klavier statt.

Mehr dazu unter
http://www.reinhardtsgrimma.hiller-musik.de/presse.htm


Silvester Still Feiern

Bild Kristi Mühling

Das Kannel, die estnische Zither, trifft die alpine Zither. Kristi Mühling aus Tallinn und Isolde Jordan aus Innsbruck finden trotz geographischer Entfernung viel Gemeinsames vor. Die Instrumente selbst, Repertoire, Akzeptanz und Ausbildungssituation haben sich bei Kannel und Zither in den letzten Jahr(zehnt)en rapide weiterentwickelt. Und beide - Kannel und Zither - haben im Vergleich zu anderen Instrumenten eine verhältnismäßig junge Geschichte in der klassischen »Handhabung« hinter sich. Deshalb finden sich in diesem Duo-Projekt immer wieder zahlreiche Bearbeitungen neben den Originalkompositionen. Die Adaptionen sind z.B. dem Violoncello, der Laute, dem Virginal, der Harfe und dem finnischen Kantele »entliehen«. Daneben gibt es Duos, die im Original entweder für zwei bzw. drei Zithern oder Kannelduo geschrieben sind. Und natürlich dürfen auch Kostproben folkloristischer Musik auf beiden Instrumenten nicht fehlen. - Die Besetzung Kannel-alpine Zither bei diesem Konzert dürfte übrigens eine (welt)premierenverdächtige Angelegenheit sein! –

Das Kannell
ist ein estnisches Volksinstrument, wohl einige 1000 Jahre alt. Es gibt keine genauen Kenntnisse über den Ursprung des Instruments. Es hat Verwandte in Finnland (kantele), Lettland (kokle), Litauen (kankles) und Rußland (gusli). Ursprüglich hatte es 5 bis 6 Saiten und war aus einem Stück Holz gebaut. Mit der Zeit wurde das Instrument immer größer, bis es im 20. Jahrhundert chromatisch an die 4 Oktaven umfaßte. Das Kannell ist bis heute ein populäres Instrument in der Volksmusik, es wird auch in der klassischen und zeitgenössischen Musik verwendet. Seit 2002 gibt es an der Musikakademie in Tallinn eine eigene Instrumentenklasse.

Hall, Barocker Stadtsaal
Montag, 31. Dezember, 22.15 Uhr
www.musikplus.at

Bild Isolde Jordan