ARCHIV 2011

 
Kiwanis - Förderpreis an Magdalena Pedarnig - 2011 / Lienz, Osttirol

KaffeeKonzert - Junge Zitheristi - 2011 / Innsbruck

Wettbewerbs - Ergebnisse 2011 / Tirol

Workshop mit Michal Müller - 2011 / Innsbruck

Zitherstammtisch 2011 / Innsbruck

Infotag mit Peter Ziegler, Zitherbau - 2011 / Innsbruck

Infotag mit Klemens Kleitsch, Zitherbau - 2011 / Innsbruck

Zither im Zoom - KüKo Kinderuni Mozarteum - 2011 / Innsbruck

Neue Zitherlehrer - Absolventen 2011 / Salzburg


Kiwanis Förderpreis an Magdalena Pedarnig

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Der Kiwanis Club Lienz-Osttirol fördert seit vielen Jahren junge Talente unter dem Titel: »Wir bauen den Kindern eine Brücke in die Zukunft«. Über Vorschlag der einzelnen Leiter der drei Osttiroler Landesmusikschulen werden alljährlich einige Förderpreise an junge Talente vergeben. Zum Neujahrsempfang des Kiwanis Club Lienz-Osttirol am Freitag, 14. Januar 2011 wurden die jungen Musikanten und Musikantinnen in den Festsaal der Musikschule Lienz eingeladen. Jeder Preisträger konnte sich mit einigen Stücken musikalisch präsentieren. Dabei ist aufgefallen, dass das Publikum von der Vielfalt an Zither-Literatur überrascht war, die Magdalena Pedarnig an diesem Abend spielte. Man wusste es wohl von den anderen Instrumenten, von der Klarinette oder Flöte und von der Geige oder vom Klavier aber die Zither? Blues oder gar zeitgenössisch? Gratulation!


KaffeeKonzert - Junge Zitheristi

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Agnes + Elisabeth
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Zuhörer

Mittlerweile schon fast zur Tradition geworden: Das KaffeeKonzert mit jungen Zitheristi fand am 27. 2. 2011 zum nunmehr dritten Mal im Innsbrucker Gasthaus Löwenhaus statt. Die kleine, aber feine Bühne und die außergewöhnlich gute Akustik im sogenannten Exlkeller sind prädestiniert für unser Instrument, und das modern-neutrale Ambiente des Raumes lässt auch musikalisch alle Möglichkeiten offen. So gabs auch diesmal wieder alle Stilrichtungen zu hören, von englischer Renaissancemusik über klassische Duos bis hin zu alpenländischer Volksmusik, jazzigen und modernen Klängen. Ganz dem Motto »Reise« entsprechend, war Musik verschiedener Nationen (England, Spanien, Deutschland, Österreich; sogar eine »Odyssee« war dabei) und waren Musiker diverser Regionen (Nordtirol, Osttirol, Bayern, Kärnten) vertreten.
Mitwirkende diesmal: »Die Zitherzwillinge« Ines & Julia Egger aus Absam/Nordtirol, die Solisten Magdalena Pedarnig aus Osttirol und Fabian Steindl aus Kärnten sowie das Zitherduo Agnes Hofner & Elisabeth Konstanzer aus Garmisch-Partenkirchen/Bayern, allesamt bereits mehrfach bei diversen musikalischen Wettbewerben ausgezeichnete Ensembles und Solisten.

KonzertProgramm
KonzertFotos


Wettbewerbs - Ergebnisse 2011

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Beim österreichischen Jugendmusikwettbewerb »Prima la musica« waren 2011 die Zithern in der Wertung »Zupfinstrumente Kammermusik« zugelassen. Daneben gab es die Möglichkeit, zitherspielend in den Wertungen »Kammermusik in offenen Besetzungen«, Volksmusikensemble (letzteres nur auf Landesebene) oder in der Ensemblewertung »Alte Musik« bzw. »Neue Musik« (diese beiden nur direkt beim Bundeswettbewerb) mitzuwirken.

Hier nun die Teilnehmer, die beim Landeswettbewerb Tirol (diesmal in Klausen/Südtirol) mit ihren Zithern dabei waren, herzliche Gratulation!!

2. Preis
»Die Aufdrahten« Volksmusikensemble mit Claudia Foidl (Gitarre), Greta Schermer, Elisabeth Wagner und Jasmin Anibas (alle Zither) / LMS Hopfgarten, Nordtirol (Leitung: Wolfgang Schipflinger)

1. Preis
»Minis« Zitherquartett mit Elisa Kusstatscher, Max Vorhauser, Katharina Erlacher und Laura Mayrhofer / MS Klausen-Seis, Südtirol (Leitung: Reinhilde Gamper)

1. Preis mit Berechtigung zur Teilnahme am Bundeswettbewerb
»Zitherzwillinge« Ines und Julia Egger / MS Hall, Nordtirol (Leitung: Johanna Buchegger)


Workshop mit Michal Müller

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Auf Einladung des Wettbewerbes Prima la musica (Jury Landeswettbewerb) befand sich Michal Müller im März 2011 in Tirol: Eine ideale Gelegenheit, einen Workshop für die Studenten am Konservatorium bzw. Mozarteum Innsbruck zu halten. Einen Vormittag lang ging es intensiv um die Themen Körper & Musik, Singen & Spielen, Rhythmus & Spannung, Wiener & Münchner Stimmung; wieder einmal eine besondere Erfahrung, Michals Musizieren, Singen und Zitherspiel hautnah zu erleben und von seinen Tipps und Anleitungen zu profitieren.

Webtipp: www.michal-muller.cz


Zitherstammtisch 2011

Bild Sabine Laimböck

Das »einilosn um siebene« gestalteten 2011 folgende Solisten und Gruppen:

12. Jänner 2011
Zitherduo Elisabeth Althaus und Alois Edelmann (Bayern) mit alpenländischer Volksmusik, u.a. Stücke von Franz Schwab und den Wegscheider Musikanten.

9. Februar 2011
Sabine Laimböck (Wildschönau, Innsbruck) mit Volksmusik (Zither solo und im Duo mit ihren Schülern) und Popliedern, bei denen sie ihren Gesang selbst auf der Zither begleitet.

9. März 2011
Zitherduo Elisabeth Stonig (Axams) und Eugen Hahn (Seefeld, Wien) mit alpenländischer Volksmusik, u.a. aus Südtirol und dem Ausseer Land.

13. April 2011
Manfred Wörnle und seine Wetterstoa Musikanten (Bayern) in unterschiedlichen Besetzungen (Zithern, Gitarren, Diatonische Harmonikas, Harfe, Kontrabass) mit tradierten Stücken aus dem Werdenfelser Land und neuen eigenen Melodien.

11. Mai 2011
Raffelespielerin Susanne Fritz (Mutters) mit Familie Fritz (Geigen, Cello, Harfe), u.a. mit Musiziergut der Engel-Familie (Reutte).

8. Juni 2011
KonsTrio: Zitherstudentinnen Maria Gärtner (Sachsen), Marina Regler (Oberpfalz) und Priska Wahrstätter (Hopfgarten/Tirol) mit alpenländischer Volksmusik, Alter Musik, Jazz und Pop.

14. September 2011
Günter Johannes Kalina (Wien), wienerische bis jazzige Zithersoli.

12. Oktober 2011
Harald Oberlechner (Innsbruck), e-zither

9. November 2011
Hans Schöpf (Polling/Nordtirol), Zithersolist

Einmal pro Monat (zweiter Mittwoch), ab 18.30 Uhr
Innsbruck, Burenwirt (Hötting, Dorfgasse 9)
Zitherstammtisch
»einilosn um siebene« (ab 19.00 Uhr): halbe Stunde mit Fokus auf jeweils eine Gruppe und/oder einen Solisten
Sommerpause Juli/August
Winterpause im Dezember

 


Infotag mit Peter Ziegler, Zitherbau - 2011

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Am Mittwoch, 4. Mai 2011 war Peter Ziegler aus Unterhaching/München zum nunmehr zweiten Mal auf Besuch im Tiroler Landeskonservatorium. Er konnte mit einem Vortrag (»Vom Baum zur Zither«) und einigen Neuheiten aufwarten.

Der Vortrag zeigte mit vielen Bildern und deren Erläuterung detailreich auf, wie handwerklich kunstvoll, gewissenhaft und genau Peter Ziegler an den Zitherbau herangeht. Man kann annähernd ermessen, wie viele Arbeitsstunden in einer Zither ganz allgemein und in denen Zieglers im Besonderen stecken. Vom fachgerechten Schnitt und der Trocknung des Holzes bis zur abschließenden Schellack-Politur sind unzählige Arbeitsschritte notwendig, die auf Können, Erfahrung und Intuition beruhen. Peter Ziegler hat zudem das Glück, neben dem eigenen Können und seiner Erfahrung auch direkt die Erkenntnisse des Geigenbaus mit einfließen zu lassen, denn seine Frau ist Geigenbauerin, und die Zieglers »bearbeiten« die junge Werkstatt gemeinsam.
Peter Ziegler hatte eine Reihe von Instrumenten dabei:
Eine lang mensurierte Diskantzither, eine kürzer mensurierte (also ähnlich wie »normale« Zithern) Diskantzither mit eingebautem Tonabnehmersystem, eine langmensurierte Altzither, eine lang mensurierte Quintzither und eine neu entwickelte E-Zither. Zieglers Zithern sind standardmäßig lang mensuriert, also sehr große Instrumente, die Zargen sind nicht übermäßig hoch, die Zithern werden - wie sonst auch üblich - auf einem Tisch gespielt. Das Klangbild der Instrumente ist sehr deutlich, klar und obertonreich, sie klingen stärker als kleinere Zithern. Anhand der Zither mit dem eingebauten Tonabnehmersystem erklärte Ziegler, dass er diese Technik mittlerweile bei allen Zithermodellen (nicht nur bei den eigenen) problemlos nachrüsten kann, ohne dass Optik oder Klang des akustischen Instrumentes beeinträchtigt werden. Die neue E-Zither hingegen ist ein reines E-Instrument, vergleichbar mit der E-Gitarre, mit niedriger Saitenspannung am Griffbrett.
Außerdem hatte Peter Ziegler seine Plektronringe dabei, das sind händisch geschliffene Plektren aus diversen Materialien (Kokosnussschale, Rentierhorn, Delrin), die man mittels Gummiringen auf einen Ringteil aufstecken kann. Ähnliches wird ja an den Konservatorien und Hochschulen in Innsbruck, Salzburg und München ja schon seit längerer Zeit praktiziert, Ziegler hat dieses System verfeinert und bietet es mit allen erdenklichen Tricks und Raffinessen an (Spezialzange zum Aufziehen der Gummiringe, Feile zum Nachfeilen der Plektren...).

www.zupfinstrumentenbau.de


Infotag mit Klemens Kleitsch, Zitherbau - 2011

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Am Mittwoch, 8. Juni 2011 war Klemens Kleitsch aus Kiefersfelden am Tiroler Landeskonservatorium zu Gast. Im Gespräch mit ihm konnten die anwesenden Studenten seinen Werdegang als Instrumentenbauer und seinen unkonventionellen Zugang zur Zither erfahren.
Das Bauen von historischen und historisch inspirierten Tasteninstrumenten führte indirekt zu einer intensiven Zusammenarbeit mit den Hackbrett-Dozenten am Richard-Strauß-Konservatorium/München, denen er historische (Salterio) und moderne Hackbretter (in allen Stimmlagen) entwarf. Georg Glasl, Zitherdozent in München, wurde über ein Kontrabasshackbrett auf Klemens Kleitsch aufmerksam und begann nun, mit ihm gemeinsam ein neues Zitherinstrument zu entwickeln. Das war 1998. Inzwischen hat sich viel getan, die großen, langmensurierten Instrumente sprechen vor allem junge Zitheristi an, und Klemens Kleitsch wird nicht müde, an seinen Zithern zu tüfteln und Neues auszuprobieren, so gibt es z.B. mit der sogenannten »cetra nova« erstmals ein Instrument mit niedriger Saitenspannung, das sich besonders gut (aber nicht nur) für Alte Musik eignet.
Klemens Kleitsch hatte beim Infotag in Innsbruck ein regelrechtes Arsenal an Instrumenten dabei: vom Lautenpolygonal (ein kleines cembaloartiges Instrument mit Zithersaiten) über Salterio und Hackbrett bis zu den Zithern (Diskantzither, Altzither, Basszither, »kleine Kleitsch« und »cetra nova diskant«).
Das Lautenpolygonal hat Kleitsch vor allem für sich selbst gebaut, um Zithersaiten testen zu können. Da er ja selbst nicht Zither spielt, seine Instrumente mit neuen Mensuren aber neue Saiten und deren Optimierung verlangen, hat er sich dafür ebendieses Tasteninstrument gebaut; nebenbei ein wunderbares Instrument für kleine kammermusikalische Besetzungen.
Salterio und Hackbretter zeichnen sich durch einen sehr deutlichen impulsiven Ton aus, der gerade bei polyphoner Musik die nötige Klarheit schafft.
Die Zithern benötigen durch die neue Bauweise (hohe Zargen, Stege auf der Decke) keinen Tisch mehr und stehen auf einem Gestell. Klanglich meint man den Einfluss historischer Tasteninstrumente herauszuhören, die Zithern klingen stark und dennoch schlank und transparent.
All dies durfte ausgiebig betrachtet und ausprobiert werden; diesmal nicht dabei, weil gerade keine verfügbar: die neue E-Zither aus der innovativen Werkstatt Klemens Kleitsch.

www.klemens-kleitsch.de


Zither im Zoom - KüKo Kinderuni Mozarteum - 2011

Am 12. November 2011 fand in den Räumen des Konservatoriums und Mozarteums in Innsbruck die Veranstaltung »Kinderuni« statt. Lehrende und Studierende waren aufgerufen, verschiedenste Workshops und Konzerte für Schüler aus dem Raum Innsbruck anzubieten. In diesem Rahmen fand ein Workshop mit dem Thema »Zithersounds« zum Kennenlernen und Experimentieren statt, zu dem sich erfreulicherweise eine komplette Oberstufenklasse des Gymnasiums Adolf-Pichler-Platz einfand. Ein anschließendes Konzert mit Lehrenden und Studierenden unter dem Motto »Zither im Zoom« im Konservatoriumssaal bot Einblick in die verschiedensten Stile und Besetzungsmöglichkeiten unseres Instrumentes.


Neue Zitherlehrer - Absolventen 2011

Im Jahr 2011 schlossen zwei Studierende an der Universität Mozarteum ihr Masterstudium (IGP 2) ab. Sabine Ganitzer - nachdem sie zuvor in Innsbruck bis 2005 IGP-1 studiert hatte - und Johannes Rohrer, nachdem er in Graz - ebenfalls 2005 - sein IGP1-Studium absolviert hatte. Im folgenden Kurzportraits der jungen Zitherlehrkräfte:

Sabine Ganitzer

Bild    Sabine Ganitzer

Geboren am 03.11.1974 in Salzburg, aufgewachsen in Eugendorf/Salzburg.
Erster Zitherunterricht bei Gusti Girardi in Eugendorf zuerst privat, dann am Musikschulwerk (= heutiges Musikum) bis zur Abschlussprüfung (1995).
Danach Zitherunterricht bei Johanna Steinberger in Salzburg über die Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg, heutige PH Salzburg (= Pädagogische Hochschule Sbg).
Chor- und Gesangserfahrung.
Studium am Tiroler Landeskonservatorium (2001 - 2005), abwechselnd bei Harald Oberlechner und Isolde Jordan, IGP1- Abschluss in Innsbruck.
Schwerpunktfach Blockflöte bei Wiltrud Schreiner.
Danach Masterstudium an der Universität Mozarteum bei Harald Oberlechner.
Master-Abschluss Herbst 2011.

Abschließende Arbeit (Bachelor bzw. Master):
Musikalische Vorerfahrungen - Eine Untersuchung an Musikhauptschulen Salzburgs

Weiterer Beruf: Hauptschul-Lehrerin für Musik und Englisch. Besondere/s Interesse/Begabung: Zitherspielen und dazu Singen.

Sabine Ganitzer erteilt Unterricht an der Musikschule Berchtesgaden/Bayern.

 
Johannes Rohrer

Bild    Johannes Rohrer

Geboren am 25. 6. 1984 in Graz, aufgewachsen in Hönigtal (Gemeinde Kainbach bei Graz).
Erster Zitherunterricht im Alter von acht Jahren bei Alfred Leitner (privat), danach Zitherunterricht bei Brigitta König am Landeskonservatorium in Graz.
Klavierunterricht ab dem 11. Lebensjahr am Konservatorium in Graz.
IGP1-Studium mit zentralem künstlerischen Fach Zither und Schwerpunktfach Volksmusik bei Brigitta König und Christiane Sommer.
Abschluss des Studiums 2005 in Graz.
Nach dem Zivildienst Beginn mit dem IGP-Masterstudium Zither an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Harald Oberlechner.
Abschluss des Master-Studiums im Frühjahr 2011.
Daneben IGP-Klavier-Studium am Konservatorium in Klagenfurt bei Mag. Elisabeth Schonefeld-Fheodoroff, abgeschlossen im Sommer 2013.

Bachelorarbeiten:
Das Volkslied im Burgenland
Allemande und Courante der Violoncello-Suite BWV 1012, bearbeitet für Zither

Masterarbeit:
Freies Musizieren mit der Zither. Beschreibung der volksmusikalischen Praxis anhand der Begegnung mit fünf Zitherspielern aus dem Raum Nordtirol, Südtirol und Steiermark

Fixe Gruppen/Ensembles:
3-fach zithrig, Quetschgeiger, HarmZi-Musi

2 CD-Einspielungen:
»Die Quetschgeiger«
»Zambundn« (Bleamibrocker und Flachgauer Dreiklang)

Konzerttätigkeit im In- und Ausland, Projekte am Schauspielhaus Graz und an der Grazer Oper.
Mehrfacher Preisträger bei nationalen Jugendwettbewerben und beim internationalen Wettbewerb für Zither »Ernst-Volkmann-Preis« (1. Preis im Jahr 2010).

Johannes Rohrer unterrichtet Zither am J.J.Fux-Konservatorium in Graz.