ARCHIV 2009

 
Treffpunkt Zither Laakirchen – 2009 / Oberösterreich

»kons« – das Tiroler Landeskonservatorium hat eine Zeitung – 2009 / Tirol

Workshop mit Michal Müller am Konservatorium - 2009 / Innsbruck

Zitherbau Wünsche zu Gast am Kons - 2009 / Innsbruck

CD-Präsentation Michal Müller – 2009 / Innsbruck

Wozu wir taugen – Theaterprojekt mit Gertrud Wittkowsky - 2009 / Deutschland

Seminare, Seminare, Seminare… 2009 / Österreich + Südtirol

Konzerte/Workshop mit Kristi Mühling (Tallinn) + Harald Oberlechner - 2009 / Tirol, Kärnten + Salzburg

»hellhörig« – Neue Musik für Volksmusikinstrumente - 2009 / München

Martin Mallaun – vielsaitig aktiv - 2009 / Tirol und anderswo

»Klangfarben« – ein Schülerprojekt mit Zithermusik und Malerei – 2009 / St. Johann

»Kaffee-Konzert« – Junge Zitheristi – 2009 / Innsbruck

Wettbewerb Prima la musica, Ergebnisse 2009 / Tirol

In memoriam Adolf Meinel - 2009 / Markneukirchen

Zither-Stammtisch neu - Herbst 2009 / Innsbruck

In memoriam Ernst Volkmann - 2009 / Ingolstadt

CD-Präsentation: Roland Jordan - Portrait - Zither solo / 2009


Treffpunkt Zither Laakirchen

Bild Die Mozarteums-Studenten in Aktion

Alle zwei Jahre findet diese Großveranstaltung statt, ursprünglich initiiert von Christian Haidinger (Musiklehrer in OÖ, der auch in Innsbruck studiert hat), inzwischen getragen von einem größeren Organisationsteam, dem oberösterreichische Zitherlehrer und der Leiter der Musikschule Laakirchen angehören. In der Musikschule Laakirchen spielt sich an diesem Samstag auch fast alles ab, vom Konzert ganz junger Nachwuchstalente bis zum klassischen Zitherkonzert (diesmal Salzburger Saitenklang), vom Workshop für Jugendliche bis zu Referaten zu aktuellen Themen, vom Studentenkonzert bis zur Präsentation von neuesten Strömungen (diesmal Christof Dienz), und das ist bei weitem nicht alles...

Parallel zum bunten Veranstaltungsreigen findet im Foyer eine große Ausstellung statt. Zithern, Noten und anderes rund um die Zither, alles ist da, um gesehen und getestet zu werden.

Diesmal aus Tirol dabei: Harald Oberlechner mit seinen Innsbrucker und Salzburger Studenten, Christof Dienz,
Psalteria-Verlag
und Zitherbau Mürnseer.

Samstag, 31. Jänner 2009
ganztägig
Laakirchen (OÖ), Musikschule
Treffpunkt Zither Laakirchen
Ausstellung, Vorträge, Workshops, Konzerte
www.treffpunktzither.at


»kons« – das Tiroler Landeskonservatorium hat eine Zeitung

Bild

Zweimal jährlich werden nun Veranstaltungen und sonstiges Wissenswertes über das Haus in Form einer Zeitschrift nach »außen« transportiert. In edler Aufmachung (im Ideenwettbewerb an der HTL Bau und Kunst Innsbruck entstanden) sind in dieser Erstausgabe Antworten auf folgende Fragen zu finden: Was wird hier unterrichtet? Was wird hier umgebaut/saniert (ein sehr aktuelles Thema!)? Was antwortet die Kultur-Landesrätin auf gezielte Fragen? Wer sind die beiden neuen Gesangsdozenten? Welche Veranstaltungen finden im Konservatorium statt? Wann sind die Termine für Aufnahmeprüfungen? Was gab es an besonderen Leistungen/Auszeichnungen von Dozenten/Studenten in letzter Zeit? Und vieles mehr…

Aus zitheristischer Sicht erfreulich: auch ein Artikel zu Peter Suitners 80. Geburtstag ist hier zu finden, verfasst von einem ehemaligen Studenten der Zitherklasse…

Hier in ganzer Länge zu lesen:
»kons«-Artikel – Peter Suitner

Hier die gesamte Erstausgabe lesen:
http://www.tirol.gv.at/fileadmin/www.tirol.gv.at/themen/bildung/einrichtungen/konservatorium/Kons_Zeitung/Konsjournal_WEB.pdf


Workshop Michal Müller am Konservatorium

Bild Michal

Am Donnerstag, dem 19. März 2009, gab es für Konsstudenten, Zitherlehrer und andere Interessierte die Gelegenheit, den jungen tschechischen Musiker Michal Müller im Unterricht zu erleben.

Sein besonderes Anliegen ist es, ganz elementare technische und musikalische Grundlagen zu vermitteln und bewusst zu machen. Vorwiegend in Gruppenarbeit wurde dann auch geübt und nachgespürt: wie ist mein Körpergefühl beim Musizieren, wie impulsiv leite ich Energie in den Daumen und dann auf die Saite(n), wie schaffe ich es, mehr aus mir »herauszugehen«, extrovertierter zu spielen… das ganze spielte sich natürlich nicht nur am Instrument ab, natürlich bezieht Michal den ganzen Körper und insbesondere die Stimme mit ein. Daneben gabs auch für jede(n) persönliche Tipps und Michal probierte spontan mit den Teilnehmern an ihren vorbereiteten Stücken. Da hörte man dann so manch unkonventionellen, jedoch durchaus gesunden Vorschlag, wie zum Beispiel, alles einmal forte und/oder staccato zu üben. Und man konnte hautnah nachvollziehen, was Michals Spiel so außergewöhnlich groovend und swingend macht.

Wer sich für Michal Müllers Musik genauer interessiert, er hat zwei CDs produziert, einfach reinschauen bei
www.michal-muller.cz !!
(ij 2009)


Zitherbau Wünsche zu Gast am Kons

Bild Steffen Meinel

Der Workshop von Michal Müller am Donnerstag, dem 19. März, wurde durch die Anwesenheit der Firma Wünsche harmonisch ergänzt; sehr passend vor allem deswegen, weil Michal Müllers Instrumente aus dieser Werkstatt stammen.

Steffen und Frank Meinel, die Enkel des legendären Horst Wünsche aus Markneukirchen/Sachsen, haben also den weiten Weg nicht gescheut, um im Tiroler Landeskonservatorium ihr breites Spektrum an Zithern zu präsentieren; von der kleinen Schülerzither über die traditionelle Harfenzither bis zur modernen Luftresonanzzither mit langer Mensur war alles vertreten, um angeschaut und ausprobiert zu werden. Was vielleicht noch nicht jeder weiß, es gibt nun auch Hackbretter der Firma Wünsche.

Außerdem gab es ein informatives Referat von Steffen Meinel zum Thema Zitherpflege, bei dem er gern auf die Fragen der Anwesenden einging. Wie spannt man eine neue Saite auf? bzw. Was kann man beim Saitenaufspannen alles falsch machen? Kann man die Zither selber polieren/reinigen??

Danke den Meinels, dass sie auch für die kleine (jedoch illustre) Schar an Interessenten bereit waren zu kommen. Fortsetzung folgt bestimmt…

Donnerstag, 19. März 2009
ab 10.00 Uhr
Tiroler Landeskonservatorium, Probesaal
Ausstellung der Firma Wünsche, Zither- und Hackbrettbau
Instrumentenpräsentation und Referat von Frank und Steffen Meinel
www.zitherbau-wuensche.de


CD-Präsentation mit Michal Müller

Bild Michal

Mit neuer CD (»Ziegether«) im Gepäck kam der exzellente tschechische Zitherspieler/Songwriter Michal Müller nach Tirol ins Innsbrucker Bierstindl, dem Kleinkunsttempel am südlichen Stadtrand. Er ist hier kein Unbekannter mehr, bereits vor ca. fünf Jahren begeisterte er schon mit seiner Musik, die Einflüsse von Pop, Jazz und tschechischer Folklore verwebt, mit seinem spontanen, direkten, improvisatorischen Zitherspiel und seiner ausdrucksstarken Stimme, die die Ingredienzen sind für einen sehr eigenständigen unverwechselbaren Sound.

Auch diesmal war es wieder eine Sternstunde, man konnte einen Zitherspieler erleben, der in natürlicher Lockerheit rhythmische und technische Raffinessen bewältigt und seinen eigenen Gesang virtuos an der Zither begleitet, als wäre das die normalste Sache der Welt. Einen starken Eindruck hinterließ aber nicht nur das w i e dieses Abends, sondern auch, w a s gespielt/gesungen wurde. Michal Müllers Kompositionen entziehen sich dem reinen Unterhaltungswert, dem man seiner Musik vordergründig gesehen/gehört aufstempeln möchte. Sie sind voll von emotionaler Kraft und lyrischem Gehalt, was sich natürlich erst in vollem Umfang auftut, wenn Michal zwischen den »Liedchen«, wie er sie lässig nennt, zu erzählen beginnt und erklärt, wovon seine - durchwegs tschechischen – Liedtexte handeln… von einer Mutter, die hin- und hergerissen ist zwischen Verantwortungsgefühl und Überforderung, von seinen ersten Großstadterfahrungen als Jugendlicher, kurioserweise in Innsbruck (!!!), von Beziehungskrisen; oder wenn er schlicht und einfach ein Wiegenlied ankündigt.

Man nimmt ihm alles voll und ganz ab, in seiner Musik ist Michal Müller zu Hause und authentisch. Auch wenn er nebenbei erzählt, wie die neue CD entstanden ist, wie penibel er daran gearbeitet hat, wie spontan er ein von einer Künstlerin zerissenes/verworfenes Bild für sein Cover doch noch verwendet hat. Soviel zur Ziege, die gemeinsam mit der Zither zu »Ziegether« wurde…

Übrigens: es waren erfreulicherweise auch Nicht-Zitherspieler im Publikum, besonders markant folgender Zwischenruf aus dem Off: »Was ist der Unterschied zwischen den beiden Harfen?«  (ij, 2009)

Freitag, 20. März 2009
20.00 Uhr
Innsbruck, KulturGasthaus Bierstindl, Studio
CD-Präsentation »Ziegether«
Michal Müller, Zither + Vocal
Eigenkompositionen und Arrangements
Veranstalter: Verein zither.tirol
Eintritt frei(willige) Spenden
www.bierstindl.at
www.michal-muller.cz


Wozu wir taugen – Theaterprojekt mit Gertrud Wittkowsky

Bild

Das Theaterprojekt Walser/Piening/Wittkowsky war wieder zu erleben!!

Robert Walsers Figuren sind rätselhafte, tiefgründige Gestalten, die sich im ersten Augenblick offenbaren, um sich im nächsten Augenblick wieder zu entziehen und zu verbergen. Sie führen wissentlich auf falsche Fährten, sie erzählen Geschichten, deren Motive nie ganz eindeutig werden, und lassen Sehnsucht und Spott in unmittelbare Nähe zueinander rücken. Sie geben sich ironisch distanziert, untergründig melancholisch, humorig aggressiv und umständlich heiter. Sie sind voll passiven Widerstands, gedankenloser Tiefe und bissiger Zahmheit.

Im Laufe des Abends begegnen uns sieben dieser Figuren von Robert Walser, die uns fern von plattem Exhibitionismus an ihren melancholisch komischen Gedanken und Geschichten teilhaben lassen und sich dabei zwischen Entzücken und Wehmut, Euphorie und Niedergeschlagenheit, poetischer Imagination und ironischer Durchtriebenheit bewegen.
(Gesche Piening und Gertrud Wittkowsky)

Termine im Überblick
 
»wozu wir taugen«
Sieben Figuren von Robert Walser
mit Gesche Piening
Musik: Gertrud Wittkowsky (Zither)
 
Do. 26.03.09 und Fr. 17.04.09
Kammerspiele Hamburg »Logensaal«
Hamburg, Hartungstr. 9-11
Kartentelefon: 0800-4133440
Beginn jeweils um 19.30 Uhr
 
Mittwoch 29. April 2009
19.30 Uhr
München, Casino Werkstatt Manufaktur
Am Rosstalerweg 2
Tel.: 089/69346-0
www.sww-muenchen.de

www.GertrudWittkowsky.de


Seminare, Seminare, Seminare… 2009

Wochenende, 17.-19. April 2009
Liesing (Kärnten), Volksmusikakademie Lesachtal
»musica senza confini« - Workshop Zither
mit Kristi Mühling (Kannel, estnische Zither), Harald Oberlechner (Jazz-Zither),
Gernot Niederfriniger (Raffele), Simone Lahner (Volksmusik)
Info und Anmeldung:
www.volksmusikakademie.at
Ausschreibung (PDF-Dokument)
Anmeldeschluss: 6. April 2009

Freitag, 29. Mai – Dienstag, 2. Juni 2009
Zeillern (NÖ), Schloss-Hotel
31. VAMÖ-Pfingstseminar
für Zither, Hackbrett, Gitarre, Harfe, Blockflöte, Steirische Harmonika + Hölzernes Glachter
u.a. mit Martin Mallaun
Info und Anmeldung:
www.vamoe.at
i_bauer_zwonar@hotmail.com
Ausschreibung (PDF-Dokument)

Do. 25. Juni - So. 28. Juni 2009
Vinschgau, Obere Stilfser Alm
Vinschger Musiziertage
Unterricht auf allen Volksinstrumenten, Singen, Tanzen
u.a. mit Gernot Niederfriniger, Zither
Info: www.musikschule.it/de/referat_volksmusik.html
Anmeldung: Gernot Niederfriniger, gernotniederfriniger@hotmail.com
Anmeldeschluss: 30. Mai 2009

So. 28. Juni - Sa. 4. Juli 2009
Brixen, Vinzentinum
Jugendsing- und Musizierwoche
Unterricht auf allen Volksinstrumenten, Singen, Tanzen
u.a. mit Florin Pallhuber, Zither
Info: www.musikschule.it/de/referat_volksmusik.html
Anmeldung: Südtiroler Volksmusikkreis suedtiroler.volksmusikkreis@rolmail.net
Anmeldeschluss: 17. April 2009

So. 19. Juli - Sa. 25. Juli 2009
Rotholz, Landwirtschaftliche Lehranstalt
29. Tiroler Musizierwoche
Unterricht auf allen Volksinstrumenten, Singen, Tanzen
u.a. mit Harald Oberlechner, Zither
Info: www.tiroler-volksmusikverein.at
Anmeldung: christa.mair-hafele@aon.at
Anmeldeschluss: 1. Mai 2009

So. 30. August - Sa. 5. September 2009
St. Johann, Landwirtschaftliche Lehranstalt Weitau
22. Kinder- und Jugendmusizierwoche
Unterricht auf allen Volksinstrumenten, Singen, Tanzen
u.a. mit Sabine Laimböck, Zither
Info: www.tiroler-volksmusikverein.at
Anmeldung: Daniela Schablitzky, Brunnfeld 22, 6370 Reith/Kitzbühel
Anmeldeschluss: 30. Juni 2009

Wochenende 18.-20. September 2009
Strobl (Wolfgangsee), Institut für Erwachsenenbildung
26. Vamö - Zitherlehrer - Fortbildungsseminar
mit Rosalyn Sabo (D) und Martin Mallaun (A)
www.vamoe.at

Weitere Seminare und Volksmusik-Musiziertage samt detaillierten Infos finden sich auf www.tiroler-volksmusikverein.at, www.musikschule.it/de/referat_volksmusik.html, www.vamoe.at, www.volksliedwerk-vlbg.at, www.salzburgervolkskultur.at, www.heimat-bayern.de, www.zitherbund.de, www.ooe-volksliedwerk.at.


Konzerte/Workshop mit Kristi Mühling (Tallinn) + Harald Oberlechner

Bild Kristi

Hoher Besuch aus dem hohen Norden: Kristi Mühling, faszinierende Musikerin mit faszinierendem Zitherinstrument (Kannel) aus Estland, kam im April nach Österreich. Anlass war ein Zither-Workshop »musica senza confini«, ein grenzüberschreitendes Projekt der Kärntner Volksmusikakademie im Lesachtal, zu dem Kristi Mühling eingeladen wurde. Der Verein zither.tirol nahm diese Gelegenheit wahr und organisierte ein Konzert mit Kristi Mühling gemeinsam mit Harald Oberlechner in Innsbruck, wo sich der für öffentliche Veranstaltungen neu adaptierte Spiegelsaal im Palais Pfeiffersberg als eleganter und akustisch optimaler Rahmen für das Konzert der beiden Ausnahmemusiker erwies. Zu hören waren Duos (Renaissancemusik, Folklore, alpenländische Volksmusik und Neue Musik) ebenso wie Soli an Kannel und Zither (Bach, Cage, Oberlechner u.a.). Beim oben erwähnten Workshop in Kärnten gab es ebenfalls einen Konzertabend, bei dem neben Kristi Mühling die weiteren Dozenten des Workshops mitwirkten (Gernot Niederfriniger - Raffele, Harald Oberlechner und Simone Lahner - Zither). Am Workshop stellte Mühling ihr Instrument vor, die Teilnehmer durften das Kannel-Spiel versuchen und Literatur für Kannel und Kantele – hauptsächlich estnische und finnische Folklore – auf der Zither spielen.

Zu guter letzt ging die Reise nach Salzburg. Dort fand wieder ein Duoabend mit Kristi Mühling und Harald Oberlechner statt, organisiert vom Salzburger Volksliedwerk im Rahmen des Zyklus »Klingende Kostbarkeiten«.

Wir freuen uns, dass Kristi Mühling nun schon zum wiederholten Male bei uns zu Gast war und danken allen Beteiligten für den reibungslosen Ablauf und für die anregenden und glücklichen Momente, die diese Süd-West-Österreich -Tournee bescherte!

Bild Harald

Das Kannel
ist ein estnisches Volksinstrument, wohl einige 1000 Jahre alt. Es gibt keine genauen Kenntnisse über den Ursprung des Instruments. Es hat Verwandte in Finnland (kantele), Lettland (kokle), Litauen (kankles) und Rußland (gusli). Ursprüglich hatte es 5 bis 6 Saiten und war aus einem Stück Holz gefertigt. Mit der Zeit wurde das Instrument immer größer, bis es im 20. Jahrhundert chromatisch an die 4 Oktaven umfaßte. Das Kannell ist bis heute ein populäres Instrument in der Volksmusik, es wird aber auch in der klassischen und zeitgenössischen Musik verwendet. Seit 2002 gibt es an der Musikakademie in Tallinn eine eigene Kannel-Klasse.

Die Termine im Überblick
 
Donnerstag, 16. April 2009
19.00 Uhr
Innsbruck, Palais Pfeiffersberg, Spiegelsaal
Rezital Kannel / Zither
Kristi Mühling (Kannel, estnische Zither) und Harald Oberlechner (alpine Zither)
Veranstalter: verein zither.tirol in Zusammenarbeit mit dem Turmbund, Gesellschaft für Literatur und Kunst
www.zither-tirol.at
www.turmbund.at

Samstag, 18. April 2009
20.00 Uhr
Liesing (Kärnten), Volksmusikakademie Lesachtal
Öffentliches Dozentenkonzert im Rahmen des Workshops »musica senza confini«
mit Kristi Mühling (Kannel, estnische Zither), Harald Oberlechner (alpine Zither),
Gernot Niederfriniger (Raffele), Simone Lahner (alpine Zither)
www.volksmusikakademie.at

Montag, 20. April 2009
20.00 Uhr
Salzburg, Saal der Volkskultur
Dialog Kannel / Zither
Kristi Mühling (Kannel, estnische Zither) und Harald Oberlechner (alpine Zither)
Veranstalter: Salzburger Volkskultur/Volksliedwerk
www.salzburgervolkskultur.at

KonzertProgramm


»hellhörig« – Neue Musik für Volksmusikinstrumente

Bild Georg Glasl

»hellhörig« ist eine Konzertreihe, die neuen Kompositionen für Volksinstrumente gewidmet ist. Gleich zwei Konzerte waren in der letzten Aprilwoche 2009 zu erleben, Mitwirkende waren u.a. Studierende der Zitherklasse Georg Glasl (Hochschule für Musik und Theater, München).

München, Gasteig, Kleiner Konzertsaal
Montag, 27. April 2009, 20.00 Uhr: Musik von Peter Kiesewetter

München, Großer Saal der Hochschule für Musik und Theater München, Arcisstraße
Donnerstag, 30. April 2009, 20.00 Uhr: Zwiefache
(Traditionelle Volksmusik / Kompositionen von Walter Zimmermann)


Martin Mallaun – vielsaitig aktiv

Bild Martin

Martin Mallaun war 2009 vielerorts vielsa/eitig aktiv: So spielte er im Frühjahr bei einigen Aufführungen der Oper »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« in Frankreich mit (Libretto: Bert Brecht, Musik: Kurt Weill - ja, in dieser Oper gibt es einen originalen Zitherpart!). Daneben pflegt er einige kammermusikalische Projekte, die Tricky Bridges zum Beispiel, die sich aus exzellenten Musikern aus dem Tiroler Unterland (Johannes Gasteiger - Kontrabass, Andi Reiter - Posaune, Walter Graf - Schlagzeug, & Martin Mallaun) zusammensetzen und schon mehrmals als Rahmen diverser Lesungen und Vernissagen zu hören waren. Immer wieder konzertiert er gemeinsam mit dem bekannten Tiroler Tenor Johannes Puchleitner, Konzertabende, in denen die Zither bei Renaissanceliedern den Lautenpart übernimmt, zwischendurch solistisch zu hören ist und Neues nicht zu kurz kommt. Auch als Teil der Kleitschophones (grenzüberschreitendes Zithertrio mit Reinhilde Gamper, Südtirol und Rosalyn Sabo, Bayern) ist Martin Mallaun immer wieder zu hören; nicht zu vergessen seine Solokonzerte und sein Engagement für Uraufführungen zeitgenössischer Musik. Daneben ist er engagierter Lehrer an der Landesmusikschule St. Johann/Tirol - im Frühjahr 2009 sogar mit einem ganz besonderen Schülerprojekt im Einsatz (siehe unten) - und immer wieder auf verschiedensten Seminaren zu Gast.

Bild Der Musikant (Martin Mallaun) sieht nach dem Rechten (Oper "Mahagonny", Lille 2009)

Hier die Termine 2009 von Martin Mallaun im überblick:

Freitag, 9. Jänner 2009
19.30 Uhr
Kitzbühel, Museum
Lesung mit Geschichten vom Schnee
mit Burgschauspielerin Sabine Haupt;
Johannes Gasteiger - Kontrabass, Flöte, Gesang; Andreas Reiter - Posaune, Gesang & Martin Mallaun - Zither, Gitarre, Gesang
(freie Improvisation, Volksmusik und Béla Bartók)

Dienstag, 20. Jänner 2009
20.15 Uhr
Innsbruck, ORF-Kulturhaus Tirol
»bloaßfueßet - barfuaß«
Mundartlesung mit Lisa Mayer und Rosi Lochmann
Moderation: Carolina Schutti
Einführungen: Johann Holzner und Carolina Schutti
Musik: Martin Mallaun, Zither

Donnerstag, 23. April 2009
20.00 Uhr
St. Johann, Alte Gerberei
im Rahmen von »vom Mangel zum Überfluss«
Claudia Hamm liest Texte von Bernhard Kathan
Tricky Bridges liefern die Tafelmusik
(Johannes Gasteiger - Kontrabass, Andi Reiter - Posaune, Martin Mallaun - Zither)
www.muku.at

Mittwoch, 6. Mai 2009
21.30 Uhr
Linz, Brucknerhaus, Mittlerer Saal
Festival 4020 [mehr als musik]: SONG
Rotzglockner (Auftrag Festival 4020)

Musik von und mit Max Nagl, Text Walter Pilar, u. a. mit Martin Mallaun - Zither
www.brucknerhaus.at

Donnerstag, 7. Mai 2009
19.00 Uhr
St. Johann, Gemeindeamt
Präsentation des Projekts »Klangfarben«
ein Projekt mit Musik, Malerei und Film von Jugendlichen aus dem Raum St. Johann, initiiert von Martin Mallaun - natürlich gehts dabei in erster Linie um die Zither. Wer interessiert ist, kann sich die gesamte Sache ab 7.5. auch im Internet anschauen:
www.klangfarbenprojekt.at

Freitag, 8. Mai 2009
20.00 Uhr
Lohninghof, Zell am See
»Ein Saitenspiel«
Martin Mallaun solo
www.lohninghof.at

Fr. 29. Mai - Di. 2. Juni 2009
Zeillern (Nö), Schloss-Hotel
31. VAMö-Pfingstseminar
für Zither, Hackbrett, Gitarre, Harfe, Blockflöte, Steirische Harmonika + Hölzernes Glachter
u.a. mit Martin Mallaun
www.vamoe.at

Freitag, 12. Juni 2009
20.00 Uhr
Stainz bei Straden (Steiermark), Vulkanhaus, Garten >into the dark
Johannes Puchleitner - Tenor
Martin Mallaun - Zither
www.centropalia.eu

Samstag, 13. Juni 2009
20.00 Uhr
Hof bei Straden, Weinhof Puntigam
Karl Valentins Riesenblödsinn. Monologe und Dialoge
Hermann Beil & Therese Affolter
mit Martin Mallaun, Zither
www.centropalia.eu

Freitag, 14. August 2009
20.00 Uhr
Sterzing, Schloss Wolfsthurn
Kleitschophones
Reinhilde Gamper (Zither, Gesang), Rosalyn Sabo (Zither, Gesang), Martin Mallaun (Zither)

Samstag, 12. September 2009
19.30 Uhr
Schloss Seisenegg in Viehdorf bei Amstetten
»Die Landlust«
Sololieder und Lautenmusik des deutschen Barock
Johannes Puchleitner - Tenor
Martin Mallaun - Altzither
www.festivalprojektnatur.at/die-landlust-johannes-puchleitner.php

Wochenende 18.-20. September 2009
Strobl (Wolfgangsee), Institut für Erwachsenenbildung
26. Vamö - Zitherlehrer - Fortbildungsseminar
mit Rosalyn Sabo (D) und Martin Mallaun (A)
www.vamoe.at

Wochenende 2.-4. Oktober 2009
Marienberg (D), Kultur- und Freizeitzentrum des mittleren Erzgebirgskreises
2. Marienberger Zitherseminar
mit Martin Mallaun, Michal Müller und Harald Oberlechner

Samstag, 3. Oktober 2009
20.00 Uhr
Marienberg (D), Baldauf Villa
Zitherkonzert (anlässlich des 2. Marienberger Zitherseminars)
mit Martin Mallaun, Michal Müller und Harald Oberlechner

Freitag, 30. Oktober 2009
20.00 Uhr
Ebensee, Kino
Rotzglockner
u. a. mit Walter Pilar, Max Nagl und Martin Mallaun

Freitag, 13. November 2009
20.00 Uhr
Lustenau/Vorarlberg, Galerie Stephanie Hollenstein
Vernissage mit Bildern von Roland Haas
Musik: Martin Mallaun

Freitag, 27. November 2009
20.00 Uhr
St. Johann/Tirol, Alte Gerberei
»...o süßliebstes ferslein« - Lieblingsgedichte
Lesung mit Klaus Ortner
Musik: Tricky Bridges (mit Martin Mallaun - Zither)
www.meinlieblingsgedicht.com

Donnerstag, 17. Dezember
19.00 Uhr
Kitzbühel, Evangelische Christuskirche
Oasen im Advent
Besinnliche Texte, ausgewählt und gelesen von Pfarrerin Gundula Hendrich
und ebensolche Musik von tricky bridges
(Johannes Gasteiger - Kontrabass + Flöte, Andi Reiter - Posaune, Martin Mallaun - Zither)

Donnerstag, 17. Dezember
20.15 Uhr
Kitzbühel, Cafe Praxmair
»der buchdrucker der medici«
Buchvorstellung von Christoph W. Bauer
musikalische Umrahmung: tricky bridges
(Johannes Gasteiger - Kontrabass + Flöte, Andi Reiter - Posaune, Martin Mallaun - Zither)

http://www.martinmallaun.com


»Klangfarben« – ein Schülerprojekt mit Zithermusik und Malerei

Bild Klangfarben

Ein sehr vielschichtiges Kunstprojekt hat Martin Mallaun gemeinsam mit seinen Zitherschülern in St. Johann/Tirol realisiert. Zunächst ist er mit ihnen ins Tonstudio gegangen und hat eine – qualitativ beachtliche – CD aufgenommen, die die stilistische Bandbreite der Musik für Zither widerspiegelt. Und damit nicht genug… Schüler des St. Johanner Gymnasiums bildeten eine Projektgruppe, die - von den Musikaufnahmen inspiriert – Bilder malten. Die Bilder gab es im St. Johanner Gemeindeamt zu sehen, die CD gibt es zu kaufen (verein@zither-tirol.at) und im Internet gibt es ganz schnell und in komprimierter Form beides (www.musikland-tirol.at/klangfarben/). Da finden sich alle Infos rund um das Projekt, man kann alle Stücke anhören und alle Bilder anschauen. Bravo bravo bravo !!


»Kaffee-Konzert« – Junge Zitheristi

Bild Zitherzwillinge

Ein relativ spontan geplantes Konzert ist am Sonntag, 17. Mai um 16.00 Uhr im Innsbrucker Gasthaus Löwenhaus über die Bühne gegangen. Die Akteure waren allesamt junge Zitherspielende: Zum einen waren Ensembles, die beim heurigen Landeswettbewerb »Prima la musica« erfolgreich waren («Die Zitherzwillinge« aus Absam und das Quartett »Hahn im Korb« aus Hopfgarten), zu hören, zum anderen Susanne Bachler, eine Studierende des Tiroler Landeskonservatoriums.
Das zahlreich erschienene Publikum freute sich über die jungen Könner und genoss Kaffee und Kuchen!!

Sonntag, 17. Mai 2009
16.00 Uhr
Innsbruck, Gasthaus Löwenhaus (Rennweg), Exlkeller
»Kaffee-Konzert« - Junge Zitheristi
»Die Zitherzwillinge« aus Absam, Quartett »Hahn im Korb« aus dem Unterland und Susanne Bachler aus Innsbruck


Wettbewerb Prima la musica 2009

Bild

Was ist Prima la musica?
Was in Deutschland unter dem Namen »Jugend musiziert« bekannt ist, lautet in Österreich auf »Prima la musica«. Der Jugend -Musikwettbewerb findet zunächst auf Landes- dann auf Bundesebene statt und ist abwechselnd solistisch und für Ensembles ausgeschrieben. Letztes Jahr waren z.B. die Zithern (wie auch die Gitarren u.a.) solistisch vertreten, Holzbläser (u.a.) hingegen im Ensemble. Der Wettbewerb entwickelt sich ständig weiter, seit ein paar Jahren neu ist z.B. die Möglichkeit, als reines Alte-Musik- oder Neue-Musik-Ensemble anzutreten, was bei der sonst geforderten stilistischen Bandbreite eine echte Novität darstellt.

Aus zitheristischer Sicht betrachtet fällt auf, dass die Soloteilnahme zahlenmäßig rapide ansteigt (beim letztjährigen Landeswettbewerb in Tirol hatten wir 17 junge Zitheristen) und dass sich auch in anderen Bundesländern diesbezüglich viel rührt (beim letztjährigen Bundeswettbewerb spielten hervorragende junge Teilnehmer aus Oberösterreich, Salzburg und Kärnten). Beim Ensemblewettbewerb jedoch ist die Teilnahmequote traditionell eine geringere, nur wenige Zither-Ensembles stellen sich der Jury in der Kategorie Zupfinstrumente-Kammermusik.

Landeswettbewerb Tirol 2009

Bild
Die Zitherzwillinge

Beim Landeswettbewerb in Tirol im März 2009 gab es drei Zither-Ensembles, die allesamt einen ersten Preis mit nach Hause nehmen konnten:

Duo Lina
Lisa Fuchs, Zither + Nadine Fuchs, Hackbrett
(Landesmusikschule Hopfgarten, Lehrer: Wolfgang Schipflinger)

Quartett »Hahn im Korb«
Jasmin Anibas
Elisabeth Wagner
Greta Schermer
Thomas Taxer

(Landesmusikschule Hopfgarten, Lehrer: Wolfgang Schipflinger)

Die Zitherzwillinge
Ines Egger + Julia Egger, Zither
(Städtische Musikschule Hall, Lehrerin: Johanna Buchegger)

»Hahn im Korb« und »Die Zitherzwillinge« erreichten eine ausreichend hohe Punktezahl, um beim Bundeswettbewerb antreten zu dürfen.

Bundeswettbewerb 2009

Bild Oberhahn Wolfgang Schipflinger
mit seinem Quartett »Hahn im Korb«

Im Mai 2009 ging der Bundeswettbewerb über die Bühne, diesmal in Klagenfurt - der Bundeswettbewerb »wandert«, er findet jedes Jahr in einer anderen Landeshauptstadt statt.

Die Tiroler Ensembles konnten erneut überzeugen, »Die Zitherzwillinge« erlangten einen zweiten Preis mit gutem Erfolg, dem Quartett »Hahn im Korb« wurde gar ein erster Preis mit ausgezeichnetem Erfolg verliehen.

Was wurde da gespielt?

Das Programm der Zitherzwillinge: William Byrd - The Bagpipe and the Drone; Joachim Bernhard Hagen – Amoroso; Fernando Sor – Valse; Enriqe Granados – Villanesca; Harald Oberlechner - Stomp.

Das Quartett »Hahn im Korb« spielte (alles auswendig!!): Daniel Friderici - Drei schöne Dinge fein; Johann Sebastian Bach – Wer nur den lieben Gott lässt walten; Pierre Passereau – Il est bel e bon; Axel Rüdiger – 3 Episoden; Harald Oberlechner – Grand Sootbrook Spirit.

Gratulation!

Die Ergebnisse im Überblick

Bild
Zitherquartett »Hahn im Korb«

Erster Preis mit ausgezeichnetem Erfolg beim Landeswettbewerb
Erster Preis mit ausgezeichnetem Erfolg beim Bundeswettbewerb
Quartett »Hahn im Korb«
Jasmin Anibas
Elisabeth Wagner
Greta Schermer
Thomas Taxer

(alle Zither bei Wolfgang Schipflinger)

Erster Preis mit ausgezeichnetem Erfolg beim Landeswettbewerb
Zweiter Preis mit gutem Erfolg beim Bundeswettbewerb
Die Zitherzwillinge
Ines Egger + Julia Egger
, Zither (Johanna Buchegger)

Erster Preis mit sehr gutem Erfolg beim Landeswettbewerb
Duo Lina
Lisa Fuchs
, Zither + Nadine Fuchs, Hackbrett (Wolfgang Schipflinger)


In memoriam Adolf Meinel

Bild Adolf Meinel

Am 25. Mai 2009 verstarb im Alter von fast 99 Jahren einer der bekanntesten Zithernbauer, der Nestor der Markneukirchener Instrumentenbauer, Adolf Meinel.

Adolf Meinel wurde am 30. Oktober 1910 in Markneukirchen als Sohn von Adolf Friedrich Meinel (1872 – 1953) geboren. Nach Beendigung seiner Schulzeit absolviert er zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Anschließend erlernte er in der traditionsreichen elterlichen Instrumentenbauwerkstätte den Beruf des Zitherbauers und legte 1929 die Gesellenprüfung mit Auszeichnung ab. Im Jahre 1936 bestand er auch die Meisterprüfung als Zupfinstrumentenbauer.

Wahrscheinlich hätte es für Adolf Meinel nie etwas anderes gegeben als diesen Beruf. »Ich war gut in der Schule, aber ich wollte arbeiten, in der Werkstatt Instrumente bauen. Zitherbauer ist kein Beruf, dazu muss man geboren sein. In den Instrumenten steckt eine Seele, die man ihnen gibt.« Der Arbeitsalltag des Instrumentenbauers begann schon früh: Morgens um 4.30 Uhr aufstehen, die Werkstatt heizen, alles für sich und die Gesellen vorbereiten, um pünktlich um 6.00 Uhr mit der Arbeit beginnen zu können

Adolf Meinel fertigte in dritter Generation des bereits von seinem Großvater im Jahre 1862 gegründeten Betriebes Zithern und Gitarren, die in der ganzen Welt hohe Anerkennung fanden. In enger Zusammenarbeit mit seinem Vater wurde die Klangqualität der Meinel-Zithern auf ein außerordentliches Niveau angehoben. Zusätzlich befasste sich Adolf Meinel aber auch mit der Weiterentwicklung der Saiten. Er erprobte und berechnete die günstigsten physikalischen Zusammenhänge zwischen der Mensur, der Saitenspannung, dem Saitenkern und der Umspinnung der Saiten, um eine optimale Klangqualität auch im Bereich der Saiten zu gewährleisten.

In den 30er Jahren interessierte sich Adolf Meinel in besonderem Maße für die Entwicklung der Quint- und Basszither. Dadurch war es möglich, auch die Zitherspieler – wie in einem klassischen Quartett – mit Quint-, Diskant-, Alt- und Basszither gemeinsam musizieren zu lassen. Was nur wenige wissen, ist die Tatsache, dass Adolf Meinel eine Zeitlang auch Zither- und Gitarrenunterricht erhalten hat, und zwar von dem Zithervirtuosen Ernst Rommel, Lehrer für Zither an der Franz-Liszt-Hochschule in Weimar.

Seit etwa 1930 beschäftigte sich Adolf Meinel – zunächst mehr aus persönlichen Gründen – mit dem Bau von Gitarren. Daraus entwickelte sich dann ein zweiter Geschäftsbereich. Diese Entwicklung sollte sich später als sehr nützlich erweisen, half sie doch mit, während der DDR-Zeit den Fortbestand der traditionsreichen Instrumentenbauwerkstätte zu sichern. Adolf Meinel äußerte sich folgendermaßen dazu: »… ich habe durch den Bau beider Instrumente Einblicke gewonnen, die ich als Nur-Zitherbauer oder als Nur-Gitarrenbauer niemals hätte erwerben können …«.

Die Werkstatt Adolf Meinel war besonders in den Jahren 1920 bis 1940 und auch nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Bau der Berliner Mauer eine Drehscheibe in der Zitherwelt. Fast alle führenden Zithersolisten wie Wilhelm Otto Mickenschreiber, Ferdinand Kollmaneck, Otto Blasius, Ernst Rommel, Fred Rüffer, Josef Haustein, Wilhelm Tafelmayer, Max Schulz, Max Albert, Emil Holz, Ewald Kuchenbuch und der langjährige Vorsitzende des Zentralverbandes Deutscher Zithervereine, Albert Bernet (um nur einige zu nennen), gingen in dieser Werkstätte ein und aus oder standen mit Adolf Meinel senior und junior in brieflichem Gedankenaustausch. Die noch vorhandenen Briefwechsel geben uns heute einen Einblick in die damals bereits vorhandene intensive Zusammenarbeit von Zitherbauer und Zitherspielern. Die schriftlichen Kontakte mit den Zitherspielern pflegte der damalige Adolf Meinel junior über einen sehr langen Zeitraum bis in die 90er Jahre hinein und nicht selten schrieb er bis zu 15 Briefe an einem Tag, und das natürlich mit der Schreibmaschine. Obwohl oder gerade weil es den PC noch nicht gab, waren seine Briefe grundsätzlich fehlerfrei. »Das war immer herrlich, diese persönlichen Verbindungen mit den Musikanten. Aus jedem Jahr habe ich 10 Ordner mit Briefen. Darin haben wir alles besprochen, und aus jedem leuchtet eine gegenseitige Achtung heraus«.

Neben seiner Arbeit in der Instrumentenwerkstatt besaß Adolf Meinel nur ein Hobby: das Bergwandern. So wurden nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. drei Viertausender in der Schweiz bestiegen, selbstverständlich mit einem Zitherfreund.

Während der schwierigen Zeit des realen Sozialismus in der DDR war ein Güteraustausch mit der Bundesrepublik Deutschland und anderen Ländern nur über die staatlichen Vertriebswege möglich, sowohl bei den Gitarren als auch bei den Zithern. Obwohl sich nun der Produktionsschwerpunkt auf die Gitarren verlagerte und Adolf Meinel sich gezwungen sah, Angestellte zu entlassen, wurden nach wie vor Zithern gebaut. Auch die Instrumente aus dieser Ära wurden stets als Künstlerinstrumente in bewährter, bester Qualität ausgeliefert.

Obwohl er eigentlich mit 79 Jahren ans Aufhören gedacht hatte, stürzte sich Adolf Meinel nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten noch einmal in die Arbeit und stellte – zusammen mit seiner Tochter Ulrike, die selbst ihren Meisterbrief seit 1982 besitzt, wieder verstärkt Zithern her. Die Übergabe der Werkstatt erfolgte also über viele Jahre hinweg, die Tradition wurde nahtlos an die nächste Generation weitergegeben. Heute werden in dieser Werkstatt fast ausschließlich Zithern gefertigt und Reparaturen durchgeführt.

Im Jahre 2004 konnte der Jubilar zusammen mit seiner Frau die Diamantene Hochzeit feiern. Die beiden waren 60 Jahre verheiratet und lebten nach wie vor in der eigenen Wohnung. Adolf Meinel lebte - bis kurz vor seinem Tod - noch sehr aktiv für sein Alter und vollkommen selbständig, bei geistiger Frische und vollkommener Interessiertheit am Geschäft und am Weltgeschehen. Er löste weiterhin seine Kreuzworträtsel und machte seinen täglichen Rundgang durch die Stadt; seine Energie beispielgebend, auch für seine vier Enkelkinder.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Adolf Meinel mit seiner Arbeit bleibende Maßstäbe im Zitherbau gesetzt hat, seine Instrumente sind auch heute noch beliebt und gesucht. Er hat sich stets für die Weiterentwicklung der Zither, für die Herstellung bester Zithersaiten und für optimales Bünde-Material eingesetzt.

Der Deutsche Zithermusik-Bund verliert mit Adolf Meinel einen seiner renommiertesten Zitherbauer. Er hat die Geschichte des Zitherbaus über viele Jahrzehnte mitgeprägt und sich um die Zither und die Zithermusik große Verdienste erworben. Alle, die Adolf Meinel auch persönlich kennengelernt haben, werden sich immer gerne an ihn erinnern.

(Artikel von Heinz Mader, Präsident des Deutschen Zithermusik-Bundes, Quelle: Saitenspiel, Heft 4/2009, Zeitschrift des DZB)


Zither-Stammtisch neu

Bild Stammtisch

Der Innsbrucker Zitherstammtisch hat schon viele Lokale gesehen… Ab Herbst 2009 ist er nun im Gasthaus Burenwirt (Dorfgasse 9) im Stadtteil Hötting beheimatet. Urig wie Hötting im allgemeinen ist der Burenwirt im besonderen. Alte Stuben und heimeliges Ambiente, eine musik- und zitherbegeisterte Wirtin (im Burenwirt gibts jeden Donnerstag Zithermusik mit Sabine Laimböck und jeden Mittwoch einen Volksmusik-Stammtisch der Volksmusik-Studenten des Konservatoriums!), ein Ort zum Wohl-Fühlen und Gut-Essen.

Nicht nur Raum und Zeit (Achtung: Man trifft sich ab jetzt jeden zweiten Mittwoch im Monat!!) sind neu, auch der Ablauf bzw. die Programmierung. Beginn ist nun (ab Feber 2010) ab 18.30 Uhr (auch das ist neu, also eine Stunde früher als bisher); ab 19.00 Uhr – und das ist neu – wird jedes Mal ein Ensemble und/oder ein(e) Solist(in) im Mittelpunkt stehen. »einilosn um siebene« ist das Motto, unter dem sich die geladenen Gäste bzw. der geladene Gast ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde lang vorstellen werden. Danach folgt freies Musizieren. Den Anfang machte im Oktober die Widdersberg Soatnmusig aus Axams (Elisabeth Stonig – Zither, Karin Kratzer – Melodiegitarre, Helmut Schneider – Begleitgitarre) mit Volksmusik und klassischen Zithersoli, im Dezember spielten Christian Baldauf (Raffele), Mario Baldauf (Zither) und Maria Gärtner (Zither), nach dem Betriebsurlaub im Jänner geht es nun weiter mit Zithersolist Roland Jordan. Also: Vorbeischauen – Mitspielen – Lauschen und Plauschen !!

Jeden zweiten Mittwoch im Monat
ab 18.30 Uhr !!
Innsbruck, Burenwirt (Hötting, Dorfgasse 9)
Zitherstammtisch
»einilosn um siebene« (ab 19.00 Uhr)
Sommerpause Juli/August


In memoriam Ernst Volkmann

Bild Ernst Volkmann

Am 6. Oktober 2009 starb im Alter von 88 Jahren in Ingolstadt einer der bekanntesten Zitherbauer, Ernst Volkmann.

Ernst Volkmann wurde am 22. Juni 1921 in Schönbach (Böhmen) als Sohn von Hans Volkmann (»Leopoldnhans«) geboren. Er besuchte 5 Jahre lang die Volksschule, danach 3 Jahre die Bürgerschule in Schönbach. Von 1935 bis 1938 absolvierte er eine Lehrzeit als Geigenbauer, anschließend arbeitete er ein Jahr als Geselle in der Werkstatt seines Vaters.

Am 2. Oktober 1939 wurde er zum Wehrdienst in die Luftwaffe einberufen. Von November 1940 an war er Flugzeugführer, hauptsächlich auf Stukas, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945. Vor der kurzen Gefangenschaft bei den Amerikanern flog Ernst Volkmann einmal mit seiner Maschine bis nach Schönbach und landete dort.

Anschließend wurde er zum Arbeitsdienst bei den Tschechen einberufen und arbeitete dort bis zur Vertreibung am 17. August 1946.

In Ingolstadt fand er mit seiner Familie eine neue Heimat. Zunächst arbeitete er mit seinem Vater bei Vinzenz Jung in Langquaid als Geselle für Reparaturen. Im August 1947 eröffnete sein Vater Hans Volkmann in Ingolstadt, Griesmühlstr. 12, wieder eine eigene Werkstatt, damals die einzige zwischen München und Nürnberg sowie Regensburg und Donauwörth. Der Bedarf an Reparaturen und neuen Instrumenten für Theater und Kammerorchester, für Gymnasien und Realschulen war sehr groß. Im Januar 1948 trat auch Ernst Volkmann wieder in die Werkstatt seines Vaters ein. Durch viele Reparaturen an alten Instrumenten kam er schließlich zum Zitherbau. 1953 machte er sich selbstständig und mietete in der Remise 38 in Ingolstadt eine größere Werkstatt, in der dann auch sein Vater mitarbeitete.

Die Firma Ernst Volkmann wurde schnell bekannt. Es wurden alle Arten von Zithern in dieser Werkstatt hergestellt. Auch ausländische Kunden wurden beliefert, z.B. aus Österreich, der Schweiz, Holland, Italien, aus den USA, aus Neuseeland und Japan.

Zum größten Erfolg wurde 1969 die Entwicklung der Zither in Psalterform. So kam Ende der 1950er Jahre Richard Grünwald bei einem Besuch in Ingolstadt in die Zitherbauwerkstatt von Ernst Volkmann. Dieser fragte Grünwald: »Wieso lehnen Sie die Basszither so entschieden ab, da wir doch im klassischen Zitherquartett, ähnlich wie im Streichquartett, ein Bassfundament brauchen?« Lapidar erwiderte Grünwald, dass alle Instrumente, die tiefer als die Altzither sind, doch keinen befriedigenden Ton hergäben. Doch Ernst Volkmann machte sich daran, trotz der Skepsis von Richard Grünwald eine eigene Basszither zu entwickeln.

Die intensive Beschäftigung mit theoretischen Ausarbeitungen über den Kontrabass führte ihn schließlich zu der Erkenntnis, dass zur Erzeugung tieferer Töne die Mensuren und Saitenlängen deutlich länger und die Saiten selbst mehr Masse bekommen müssten. Dass der neu entwickelten Basszither wegen ihrer neu entwickelten Form und ihrer Größe anfangs noch mit Skepsis begegnet wurde, war nicht verwunderlich, doch der warme Ton fand schließlich Anerkennung und Bewunderung.

Der Komponist Alfred von Beckerath war vom Klang der neuen Volkmann’schen Basszither so angetan, dass er spontan für Fritz Wilhelm, der Volkmann bei der Entwicklung des neuen Instrumentes in jeder Weise unterstützt hatte, eine Suite komponierte. Diese wurde 1974 von Fritz Wilhelm im Beisein des Komponisten in einem Jubiläumskonzert für Alfred von Beckerath in Ingolstadt-Mailing uraufgeführt.

War es zunächst nur die Absicht Volkmanns, durch die Entwicklung der Psalterform die Basszither zu verbessern, so wurde er schließlich von Zitherspielern bedrängt, insbesondere auch von Fritz Wilhelm, diesen neuartigen Resonanzkörper auch beim Bau der Alt- und Diskantzither anzuwenden. Die erste Altzither in Psalterform wurde 1974 fertiggestellt und von Fritz Wilhelm erstmals bei einem Solistenkonzert im Schubertsaal in Wien der Öffentlichkeit präsentiert. Dr. Knotzinger, ein Vertreter der Wiener Besaitungsart, urteilte damals nach dem Konzert begeistert: »Diese Altzither ersetzt im Klangvolumen zwei gute Gitarren!« Ein komplettes Zitherquartett in Psalterform wurde dann erstmals 1981 bei den Zithermusiktagen in Stuttgart vorgestellt. Es fand viel anerkennende Beachtung und mancher Skeptiker ließ sich überzeugen.

Im Dezember 1983 wurde die Arbeit Ernst Volkmanns jäh unterbrochen. Die Folgen einer zunächst nicht so schwierig eingeschätzten Kropfoperation, ein Schlaganfall und eine Lungenembolie hielten ihn wochenlang auf der Intensivstation fest, wobei die Aussicht auf Genesung zunächst sehr gering war. Erst nach einem halben Jahr hatte er sich so weit erholt, dass er langsam seine Arbeit wieder aufnehmen konnte.

Schon bei den Zithermusiktagen 1984 in Regensburg stellte er eine neue Generation des Zitherquartetts in Psalterform vor, wobei jedes Instrument auf einem eigenen Resonanztisch stand, der nach den Prinzipien eines Instruments als eigener Resonanzkörper gebaut worden war.

Die größte offizielle Anerkennung seiner Entwicklungsarbeit erntete Ernst Volkmann, als ihm anlässlich der Musikmesse in Frankfurt/Main der »Deutsche Musikinstrumentenpreis 1993« zuerkannt wurde. Die Tests hierzu waren von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig durchgeführt worden. Von 100 möglichen Punkten erhielt seine Zither in Psalterform 96 Punkte. In den Kategorien Klangfarbe, Klangfülle, Dynamik, Ausgeglichenheit, Klang der Griffsaiten, Klangreinheit, Spielbarkeit, Bundreinheit, Stimmbarkeit, äußeres Erscheinungsbild, Akzeptanz der Besonderheiten sowie im Preis-Leistungsverhältnis erzielte seine Psalterzither jeweils den ersten Rang. Noch im gleichen Jahr wurde seine Zither in Psalterform auch mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.

Aber noch eine weitere Entwicklung von Ernst Volkmann soll erwähnt werden: das Psaltrinchen. Dieses Instrument mit einem Griffbrett mit 36 cm Saitenmensur lässt einen geringen Saitenzug zu, sodass auch jungen Kindern das mühselige Drücken auf die Saiten wesentlich erleichtert wird. Ernst Volkmann hat mit seinen Entwicklungsarbeiten, insbesondere der Psalterzither, bleibende Maßstäbe im Zitherbau gesetzt hat und die Entwicklung im Instrumentenbau einen bedeutenden Schritt vorangetrieben.

Der Deutsche Zithermusik-Bund verliert mit ihm einen seiner renommiertesten Zitherbauer. Er hat die Geschichte des Zitherbaus über viele Jahrzehnte mitgeprägt und sich um die Zither und die Zithermusik große Verdienste erworben. Alle, die das Glück hatten, Ernst Volkmann auch persönlich kennengelernt haben, werden sich mit Sicherheit gerne an ihn erinnern.

(Artikel von Heinz Mader, Präsident des Deutschen Zithermusik-Bundes, Quelle: Saitenspiel, Heft 6/2009, Zeitschrift des DZB)
Bild Bild

(fast) ohne Worte...

Im Oktober 2008 erhielt ich einen Anruf von Ernst Volkmann. So nebenbei erwähnte er, dass er da noch ein Psalterinchen hätte (sein letztes), ob das nicht was wäre für unseren Sohn Valentin. Kurz darauf kam mit der Post ein Paket, punktgenau zu Valentins Geburtstag. Es war zwar nicht Liebe auf den ersten Blick, aber zwischenzeitlich hat der Kleine seinen ganz eigenen Zugang zu Zitherklängen entdeckt und das Psalterinchen wunderbar in seinen bisherigen Perkussions-Kosmos integriert. Und - obwohl er sonst einen eher "robusten" Zugriff hat - "seine" Zither hat bisher nicht den kleinsten Kratzer davongetragen... Natürlich sind wir traurig über Ernst Volkmanns Tod, aber Ernst lebt weiter in seinen wunderbaren Instrumenten, die zahlreiche namhafte Zitherspieler inspirierten. Und wir sind dankbar, seinen Erfindungsreichtum und unermüdliche Lust, Neues auszuprobieren, seine direkte, zupackende und unkomplizierte Wesensart, kurz gesagt seine durch und durch positive Ausstrahlung kennen und schätzen gelernt zu haben.
Isolde Jordan und Harald Oberlechner (Hebst 2009)


CD-Präsentation: Roland Jordan - Portrait - Zither solo

Bild CD Roland Jordan

Roland Jordan begann schon in früher Kindheit das Zitherspiel; dieses Instrument hat ihn seit damals nicht losgelassen. Neben Beruf, Familie und Literatur (seit 1986 ist er Präsident des Turmbundes) hat er sein solistisches Zitherspiel permanent verfeinert und ein umfangreiches Repertoire erarbeitet, das sich von Alter Musik über Klassik bis zur Romatik und von regionalen bis zu europäischen Liedsätzen erstreckt. Natürlich - last but not least - sind die Klassiker der Zitherliteratur ein wesentlicher Bestandteil seiner Zitherkunst.
Bei der CD-Präsentation am 19. Dezember im Innsbrucker Café Katzung gab es einige musikalische Kostproben von Roland Jordan zu hören, das zahlreich erschienene Publikum - Familie, Freunde und Zitherfreunde - freute sich und feierte diesen harmonischen Abend.

CD-Eckdaten:
Roland Jordan - Portrait - Zither solo
Zitherklassiker - Liederreise - kleine Stücke alter Meister
Preis: 15.- Euro
Vertrieb: Verein zither.tirol, verein@zither-tirol.at, Tel.: +43 (0)512 272973
oder direkt bei Roland Jordan: Tel.: +43 (0)512 575975

Samstag, 19. Dezember
19.00 Uhr
Innsbruck, Cafe Katzung, 1. Stock (Herzog-Friedrich-Str./Altstadt)
CD-Präsentation: Roland Jordan - Portrait - Zither solo
Musikalische Kostproben, anschließend Umtrunk und kleine Happen
Eintritt frei

hier: CD-Titel-übersicht